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Du kaufst gutes Hundefutter, achtest auf die Zusammensetzung, vergleichst Deklarationen und zu Hause steht der offene Futtersack dann irgendwo in der Ecke. Das passiert schnell. Trotzdem ist die Lagerung nicht egal, denn Hundefutter bleibt nicht automatisch frisch, nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht erreicht ist.

Es gibt einige Faktoren, die dazu führen, dass Futter schneller an Qualität verliert. In diesem Artikel erkläre ich dir, worauf du bei der Lagerung des Hundefutters achten solltest.

Warum die Lagerung überhaupt eine Rolle spielt

Trockenfutter, Nassfutter und Snacks sind verarbeitet und haltbar gemacht, was aber nicht bedeutet, dass sie unbegrenzt unempfindlich sind. Wärme, Licht, Feuchtigkeit und Sauerstoff können dafür sorgen, dass Futter schneller an Qualität verliert. Fette können ranzig werden, Aromen verfliegen, Vitamine können empfindlich reagieren und bei ungünstiger Lagerung können Schimmel oder Vorratsschädlinge entstehen. Vor allem fetthaltige Bestandteile sind empfindlich. Wird Fett ranzig, verändert sich der Geruch und Geschmack.

Trockenfutter richtig lagern

Trockenfutter lagerst du am besten kühl, trocken und dunkel. Nicht direkt neben der Heizung, nicht in der Sonne, nicht im feuchten Keller und nicht offen in der Küche. Der Futtersack sollte nach jeder Entnahme wieder gut verschlossen werden. Noch besser ist es, wenn du den kompletten Originalbeutel in eine saubere, gut schließende Futtertonne stellst.

Das hat mehrere Vorteile: Das Futter ist besser vor Luft, Feuchtigkeit und Schädlingen geschützt. Gleichzeitig bleiben Verpackung, Chargennummer, Mindesthaltbarkeitsdatum und Fütterungsempfehlung erhalten. Das ist besonders dann wichtig, wenn es Rückfragen an den Hersteller gibt oder ein Futter zurückgerufen wird.

Es ist auch wichtig, dass du das Futter nicht mit der Hand rausnimmst, sondern einen Becher oder eine Schaufel dafür nutzt, um Kontaminationen zu vermeiden.

Darf man Trockenfutter umfüllen?

Ja, grundsätzlich kannst du Trockenfutter umfüllen. Aber: Der Behälter muss sauber, trocken, lebensmittelecht und gut verschließbar sein. Und er sollte regelmäßig gründlich gereinigt werden, bevor neues Futter hineinkommt.

Viele kippen einfach den nächsten Sack auf die letzten Krümel. Aber das ist schwierig, denn in Futtertonnen bleiben Fett- und Futterreste zurück. Diese Reste können alt werden, ranzig riechen oder die neue Futtercharge verunreinigen.

Wenn du umfüllst, dann also bitte nicht nach dem Prinzip „einmal gekauft, nie wieder gespült“. Ausleeren, reinigen, vollständig trocknen lassen, erst dann neues Futter hinein. Noch praktischer ist oft den Originalbeutel in die Tonne zu stellen. Dann bleibt der Behälter sauberer und du hast trotzdem Schutz vor Luft, Feuchtigkeit und neugierigen Hundenasen.

Kaufe keine riesigen Säcke, wenn dein Hund wenig frisst

Große Futtersäcke sind oft günstiger, aber für kleine Hunde oder mäkelige Hunde sind sie aber nicht immer sinnvoll. Wenn dein Hund nur kleine Mengen frisst, steht ein angebrochener Sack sehr lange offen. Auch bei guter Lagerung wird das Futter dadurch nicht besser. Es verliert eher an Frische, Geruch und Geschmack. Gerade bei kleinen Hunden kann ein kleinerer Sack die bessere Wahl sein, auch wenn der Kilopreis etwas höher ist.

Passt dazu:
Wenn dein Hund schlecht frisst oder immer wieder Futter stehen lässt, kann die Lagerung ein Teil des Problems sein, muss es aber nicht. Manchmal geht es auch um Verträglichkeit, Fütterungsrhythmus, Energiebedarf, Gewohnheiten oder gesundheitliche Ursachen.

Lies dazu auch: Mäkeliger Hund: Was tun, wenn dein Hund schlecht frisst?

Futtermilben in Hundefutter: was ist damit gemeint?

Futtermilben sind winzige Spinnentiere, die in gelagerten Lebens- und Futtermitteln vorkommen können. Sie mögen es warm und feucht und finden sich zum Beispiel in Getreideprodukten, Mehl, Körnern oder eben auch in schlecht gelagertem Trockenfutter. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Futtersack voller Milben ist. Kritisch wird es eher dann, wenn Futter lange offen steht, Feuchtigkeit zieht oder in einem ungereinigten Behälter immer wieder neues Futter auf alte Reste gekippt wird.

Für viele Hunde spielen Futtermilben im Alltag keine große Rolle. Bei Hunden mit Allergien, Juckreiz oder ungeklärten Hautproblemen können sie aber relevant sein, weil Bestandteile von Milben und ihre Ausscheidungen allergische Reaktionen auslösen können.

Deshalb ist eine saubere Lagerung wichtig: kleinere Futtersäcke kaufen, Futter trocken und gut verschlossen lagern, Futtertonnen regelmäßig reinigen und alte Futterreste nicht sammeln.

Einfrieren wird manchmal empfohlen. Das kann Milben zwar abtöten, entfernt aber nicht automatisch ihre allergenen Bestandteile. Wenn ein Hund wirklich auf Vorratsmilben reagiert, sollte man deshalb genauer hinschauen und nicht nur den Futtersack ins Gefrierfach legen.

Nassfutter nach dem Öffnen

Eine geschlossene Dose Nassfutter ist bei richtiger Lagerung lange haltbar. Geöffnetes Nassfutter gehört in den Kühlschrank. Am besten deckst du die Dose gut ab oder füllst den Rest in einen sauberen, verschließbaren Behälter um. Danach sollte es zeitnah verbraucht werden. Wie lange genau, hängt auch von den Angaben des Herstellers ab.

Nassfutter sollte nicht stundenlang offen in der Küche stehen gelassen lassen werden. Wenn dein Hund nicht alles frisst, nimm den Napf nach einer angemessenen Zeit weg. Futterreste im Napf werden nicht appetitlicher, wenn sie dort den halben Tag stehen.

Muss Nassfutter angewärmt werden?

Nein, Nassfutter muss nicht erhitzt werden. Nassfutter sollte vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank geholt und auf Raumtemperatur erwärmt werden. Viele Hunde mögen es aber nicht direkt aus dem Kühlschrank und kaltes Futter kann auch Probleme mit dem Magen machen. Wenn dein Hund empfindlich reagiert, Sodbrennen hat oder schnell mit Übelkeit reagiert, lohnt es sich, auf Temperatur und Fütterungsrhythmus zu achten.

Snacks und Kauartikel nicht vergessen

Auch Leckerlis, Trainingssnacks und Kauartikel sollten sauber gelagert werden. Weiche Snacks verderben schneller als trockene Kekse. Kauartikel können bei Feuchtigkeit schimmeln. Fettige Snacks können ranzig werden. Deshalb gilt auch hier: trocken, dunkel, gut verschlossen und nicht monatelang offen herumliegen lassen.

Wenn etwas komisch riecht, schmierig wirkt, sich verfärbt oder Schimmel zeigt, gehört es weg.

Woran erkennst du verdorbenes Hundefutter?

Verlass dich nicht nur auf das Datum auf der Packung. Schau dir das Futter an und riech daran. Warnzeichen sind zum Beispiel:

  • muffiger oder ranziger Geruch
  • Schimmel
  • feuchte oder verklumpte Stellen im Trockenfutter
  • aufgeblähte Dosen oder beschädigte Verpackungen
  • ungewöhnliche Verfärbungen
  • Insekten oder Larven
  • stark veränderte Konsistenz
  • ein Geruch, der deutlich anders ist als sonst

Wenn du unsicher bist, füttere es lieber nicht. Ein paar gesparte Euro sind kein guter Grund, verdächtiges Futter noch aufzubrauchen.

Reinigung des Futternapfs

Futter kann gut gelagert sein und landet dann in einem Napf, der seit Tagen nicht richtig gespült wurde. Gerade Nassfutterreste, Speichel und Fett bilden schnell einen Film. Deshalb sollten Näpfe regelmäßig mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt werden. Bei Nassfutter am besten nach jeder Mahlzeit.

Auch Futterschaufeln, Löffel und Deckel sollten sauber bleiben. Wenn du mit derselben Schaufel oder Becher immer wieder in den Futtersack gehst, sollte auch diese regelmäßig gereinigt werden.

Was du dir merken kannst

Trockenfutter bleibt am besten kühl, trocken, dunkel und gut verschlossen. Der Originalbeutel in einer sauberen Futtertonne ist oft die praktischste Lösung. Wenn du Futter umfüllst, sollte der Behälter regelmäßig gereinigt und vollständig getrocknet werden.

Geöffnetes Nassfutter gehört in den Kühlschrank und sollte zeitnah verbraucht werden. Snacks und Kauartikel brauchen ebenfalls eine saubere, trockene Lagerung.

Und wenn Futter komisch riecht, schimmelt, feucht geworden ist oder sich deutlich verändert hat: weg damit.

Wenn du unsicher bist, ob das Futter deines Hundes wirklich passt oder ob die Ration bedarfsdeckend ist unterstütze ich dich gerne in meiner Ernährungsberatung für Hunde.

Fotocredit: MART PRODUCTION

Hundeernährungsberatung, Hundetraining, Münster, online

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Ich bin Janina, Ernährungsberaterin für Hunde und angehende Hundetrainerin.

Durch meine eigenen Hunde habe ich gelernt, dass das echte Leben mit Hund selten so aussieht wie auf Instagram. Für mich geht es nicht um Perfektion, sondern um ehrliche Momente, individuelle Bedürfnisse, faire Erwartungen und darum, den eigenen Hund wirklich zu verstehen.

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